800 Jahre Heilige Elisabeth...

Der Runneburgverein Weißensee Thüringen e.V. gedenkt des 800. Geburtstages der Heiligen Elisabeth von Thüringen!

Die Runneburg in WeißenseeDie Burg in Weißensee, ca. 30 km nördlich von Erfurt, gehört seit 1996 zum Bestand der Stiftung Thüringer Schlösser & Gärten in Rudolstadt. Bereits seit 1993 befindet sich im heutigen Kellergeschoß des stauferzeitlichen Palas der Runneburg ein kleines Museum, dessen Gründer und Träger der Runneburgverein Weißensee/Thür. e. V. ist. Aufbewahrt und präsentiert werden dort unter anderem archäologische Kostbarkeiten aus dem 13. Jahrhundert, als die Landgrafen von Thüringen die repräsentativ ausgestattete und sehr stark befestigte Burg häufig als eine ihrer bevorzugten Residenzen nutzten. Gegründet wurde die Veste um 1170 vom damaligen Landgrafen Ludwig II. ( dem Eisernen ), der mit Jutta Claricia, einer Schwester Kaiser Barbarossas, verheiratet war.

Von allen Landgrafen sind seitdem relativ zahlreiche Aufenthalte nachgewiesen, u. a. auch von Ludwig IV., dem Gemahl der Heiligen Elisabeth.

Wenngleich die Landgräfin Elisabeth in Weißensee urkundlich nicht direkt belegt ist, kann man mit großer Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass auch sie häufig im Gefolge des Landgrafen auf der Burg weilte.

Als 1989 bei bauarchäologischen Untersuchungen zufällig ein zweiter romanischer Brunnen unmittelbar vor dem Palas gefunden wurde, war noch nicht abzusehen, dass sein Grund aufgefüllt war mit einer enorm großen Menge von kulturellen Hinterlassenschaften, die aus der Lebenszeit der Heiligen Elisabeth von Thüringen stammten. Der Brunnen wurde vor wenigen Jahren „Elisabethbrunnen“ getauft.

Dieses Fundmaterial bildete seinerzeit den Grundstock für ein kleines Museum, dass zu Recht als „Schatzgewölbe“ bezeichnet wird.

Vom 7.-16.September 2007 wird der Runneburgverein Weißensee/ Armreliquiar der Heiligen Elisabeth Thüringen e.V. die 3. Thüringer Landesausstellung zum Geburtstag der Heiligen Elisabeth als Anlass nehmen, eine spezielle Sonderausstellung zum Armreliquiar der im 13. Jahrhundert heilig gesprochenen Landgräfin zu präsentieren.

Die weithin bekannte wertvolle Reliquie kann etwa vierzehn Tage im Original gezeigt werden und wird eine wichtige Rolle während einer Wallfahrt des Bistums Erfurt im September 2007 spielen, die am 15. September 2007 in der weitläufigen Anlage gemeinsam mit dem Bistum Erfurt organisiert wird.

Die Sonderausstellung wird sich darüber hinaus mit der wechselvollen Entstehungs- und Besitzergeschichte des Armreliquiars befassen.

Zusätzlich hinaus werden zahlreiche Exponate der Brunnenausgrabung von 1989 gezeigt, von denen z. B. die hölzerne, gedrechselte Kanne zumindest einen direkten bildlichen Kontext zur Heiligen Elisabeth aufweist, wie eine Darstellung der Elisabethkirche in Marburg zeigt.

Die übrigen Gegenstände, z. B. das Tischgeschirr aus der 1. Hälfte des 13. Jahrhunderts, werden vielleicht sogar von ihr selbst bzw. von der landgräflichen Familie bei den Aufenthalten auf der Burg Weißensee benutzt worden sein.

Die Ausstellung im Schatzgewölbe kann kombiniert mit zugänglichen Teilen des romanischen Palas der Burg besichtigt werden.

Das Schatzgewölbe der Runneburg in WeißenseeDas Museum hat im Sommer von Dienstag bis Sonntag zwischen 9.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.

Ab November gelten verkürzte Öffnungszeiten, über die man sich telefonisch direkt beim Runneburgverein (Frau Helbing, Herr Stolle) unter Telefon 036374 / 20785 oder unter www.runneburg.de bzw. per Email: info@runneburg.de, erkundigen kann.

Diese Servicekontakte nehmen Sie bitte auch in Anspruch, wenn Sie den Besuch der Burg bzw. der Ausstellung mit einem Aufenthalt in der Burggastronomie verbinden wollen.

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© Runneburgverein Weißensee / Thür. e.V.